Corinna Kleefeld (42) wollte keine Brille mehr. Fast 30 Jahre war die Berlinerin auf Sehhilfen angewiesen -und fand das immer sehr lästig. Mit einem neuen sanften Laserverfahren wurde sie ihre Kurzsichtigkeit los 

Dass Laser Kurzsichtigkeit beheben können, ist nicht neu. Das gibt es seit 25 Jahren. Neu ist jetzt, dass der Flap, das Hornhautdeckelchen im Auge, dafür nicht mehr aufgeklappt werden muss. "Beim neuen ReLEx-Smile-Verfahren brauchen wir jetzt nur einen zwei Millimeter großen Schnitt", sagt Dr. Inken Lamcke, Ärztliche Leiterin im Euroeyes Augenlaserzentrum Berlin. "Diese Schlüssellochtechnologie hat gleich mehrere Vorteile. Anders als bei früheren Laserverfahren werden die Nervenfasern entlang der Hornhaut nicht mehr durchtrennt und so kommt es viel seltener zu trocken Augen. Außerdem ist der Eingriff sehr viel sanfter. Blutergüsse werden vermieden, es tut nicht mehr weh und der besonders stabile Teil der Hornhaut im oberen Drittel des Auges bleibt unberührt. Dafür ist die Behandlung teurer als herkömmliche Laserbehandlungen und muss vom Patienten selber bezahlt werden. 

80 Prozent Sehkraft schon am ersten Tag 

Corinna Kleefeld ist es das wert. Sie musste seit ihrem 13. Lebensjahr eine Brille tragen : "Ich empfand das von Anfang als sehr lästig, zumal ich damals noch Leistungsturnerin war. Irgendwann konnte ich meine Mutter zu Kontaktlinsen überreden, aber die habe ich nicht vertragen." Seit vielen Jahren hatte die Berlinerin deshalb immer wieder über eine Laserbehandlung nachgedacht. Doch die Angst war einfach zu groß. "Bis ich dann auf die neue Methode gestoßen bin. Ich habe mir einen Beratungstermin geben lassen und muss der Ärztin furchtbar auf die Nerven gegangen sein, denn ich hatte unendlich viele Fragen. Als die alle zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet wurden, habe ich schließlich Ja gesagt."

Trotzdem hatte Corinna Kleefeld am Tag des Eingriffs Angst und bekam eine Beruhigungstablette. "Dann ging aber alles ganz schnell", erzählt  sie. "Man hat mir Betäubungstropfen verabreicht und nur 15 Minuten später war alles vorbei. Es hat tatsächlich nicht wehgetan, und nebenbei haben sie sogar noch meine Hornhautkrümmung beseitigt. Bei der Nachuntersuchung am nächsten Tag hatte ich schon 80 Prozent Sehkraft und ich habe gleich auch meine Führerscheinbescheinigung bekommen. Mittlerweile sehe ich wie ein Adler und bin sehr glücklich mit der Lösung."

Quelle: BILD der FRAU 39/2016

 

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