close

Ihr Kontakt zu EuroEyes

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, können Sie hier schnell und einfach Kontakt zu EuroEyes aufnehmen oder bei Bedarf Informationsmaterial anfordern.

Kostenlose Hotline: 0800 1711 1711

Mo–Fr 8–20 Uhr,
Samstag 9–14 Uhr

Keratokonus

Aus dem Griechischen, besteht aus zwei Wörtern. Kerato=Hornhaut und konus=Kegel.
Der Keratokonus ist eine Erkrankung der Hornhaut. Die Hornhaut ist verbogen statt rund und zeigt eine kegelförmige Vorwölbung der Hornhaut die eine schlechte Sehschärfe verursacht. Ein Keratokonus tritt meist beidseits auf aber auch häufig asymetrisch. Das heißt es ist meist ein Auge stärker betroffen als das andere.
In frühen Formen wendet man Brillen an, wenn die Brillen nicht mehr ausreichen werden meist harte Kontaktlinsen angepasst. Wenn die harten Linsen nicht mehr vertragen werden, werden Keraringe implantiert. Diese Keraringe (intracorneale Ringsegmente) dienen dazu, dass die Hornhautvorwölbung nicht weiter fortschreitet. Im Endstadium wird häufig eine Hornhautverpflanzung notwendig, die wir in München anbieten. Bei ca. 20 % aller Patienten ist diese Hornhauttransplantation notwendig.
Ein Keraring ist ein Kunststoffring der aus zwei halbkreisförmigen Segmenten mit 5 mm Durchmesser und variabler Dicke besteht. Die Keraringe werden aus Perspex CQ Acrylic hergestellt, das selbe Material der Inraocular-Linsen welche beim Grauen Star angewandt werden. Der Keraring wird von der Hornhaut toleriert und es besteht kein Abstoßrisiko. Der Hauptgrund für die OP ist die Besserung der Sehschärfe. Keraringe können das Fortschreiten der Keratokonus meist aufhalten und damit auch die Hornhautverpflanzung auf unbestimmte Zeit hinauszögern. Wenn der Keraring sitzt wird häufig zur Stabilisierung ein Crosslinking (Kollagenvernetzung) durchgeführt.
1. mittlere bis hohe Kurzsichtigkeit

2. hohe Hornhautverkrümmung

3. irreguläre Hornhautverkrümmung bei Keratokonus oder nach einer Hornhautverpflanzung.
Der Keraring flacht die Hornhaut ab und beseitigt die Hornhautirregularitäten. Somit wird neben der Vorwölbung auch die Kurzsichtigkeit und die Hornhautverkrümmung reduziert.
Zunächst wird die Sehachse auf der Hornhaut markiert, dann wird ein Tunnel mittels des Femtosekundenlasers präpariert. Der Femtosekundenlaser setzt die Schnitte sehr präzise in sechs Sekunden. Die Ringe werden in den Tunnel eingeschoben und eine Verbandskontaktlinse wird eingesetzt.
Die Risiken sind recht gering, bei jeder Operation kann eine Infektion auftreten. Wenn dieser Fall eintreten sollte, müssten die Keraringe entfernt werden. Dies ist auch notwendig, wenn die Keraringe aus dem Tunnel heraus wandern. Trotz einer OP kann es sein, dass eine Hornhautverpflanzung zu einem späteren Zeitpunkt notwendig wird. Der Keraring ist kein Ersatz für die Hornhautverpflanzung.
Das Auge erholt sich sehr schnell davon, die Sehschärfe stabilisiert sich innerhalb weniger Tage und bessert sich über 3 bis 6 Monate. Sehschwankungen in den ersten Wochen sind ganz normal. Häufig ist das Sehen morgens besser und am Abend leicht verschwommen. Da es keine kosmetische Korrektur ist, kann zur vollständigen Korrektur der Fehlsichtigkeit weiterhin das Tragen von Brille oder Kontaktlinsen notwendig sein. Trotz einem Rest an Fehlsichtigkeit kann die Sehschärfe sehr gut sein.