Die Keraringimplantation mit dem Femtosekunden-Laser

Das Wort Keratokonus besteht aus zwei griechischen Wörtern: "kerato" bedeutet Hornhaut und "konos" bedeutet Kegel. Keratokonus ist eine Erbkrankheit, bei der die Form der Hornhaut, die normalerweise rund ist, verbogen ist, und eine kegelförmige Vorwölbung entwickelt, welche die schlechte Sehschärfe verursacht.

Der Keraring ist meistens indiziert bei Keratokonus-Patienten mit einer fortschreitenden Erkrankung und/oder Kontaktlinsenunverträglichkeit sowie irregulären Hornhautoberflächen, wie sie nach Hornhautverpflanzungen vorkommen können. Die Keraringe können das Fortschreiten des Keratokonus aufhalten und damit auch die Hornhautverpflanzung auf unbestimmte Zeit hinauszögern.

Behandlung des Keratokonus

Brillen:

in frühen Formen

Harte Kontaktlinsen:

wenn Brillen nicht mehr ausreichen

Implantation von Hornhautringen:

wenn Kontaktlinsen nicht mehr vertragen werden oder die Vorwölbung fortschreitet

Hornhautverpflanzung:

in den Endstadien (Durchführung in der Augenlaserklinik München)
Eine LASIK Operation für das Sehen ohne Brille ist hier nicht möglich


Der Keraring wird von der Hornhaut problemlos toleriert und es gibt kein Abstoßungsrisiko. Es ist die modernste und sicherste operative Behandlungsmöglichkeit des Keratokonus. Der Ring ist ein Kunststoffring, der aus Perspex CQ Acrylic hergestellt wird. Dasselbe Material wird seit mehr als 20 Jahren für die Produktion von Intraokularlinsen beim Grauen Star verwendet.

Der Eingriff ist schmerzfrei und dauert ca. 15 Minuten. Zuerst wird ein Tunnel für die Keraringe präpariert. Das EuroEyes AugenLaserZentrum nutzt hierfür einen Femtosekunden-Laser (ebenfalls eingesetzt bei der Femto-LASIK), der innerhalb von 6 Sekunden die Schnitte sehr präzise setzen kann. Dann werden die Ringe in diesen Tunnel eingeschoben.

Die Risiken sind sehr gering. Wie bei jeder Operation, kann eine Infektion auftreten. In diesem Fall müssen die Keraringe wieder entfernt werden. Die Komplikationen sind in der Regel nicht ernster Natur. Der Eingriff ist reversibel, das heißt, dass die Ringe jederzeit wieder entfernt werden können und die Hornhaut in ihre Ausgangslage wieder zurückkehrt.

Das Auge erholt sich schnell von der Operation. Die Sehschärfe bessert sich bereits innerhalb weniger Tage und stabilisiert sich über 3-6 Monate. Während dieser Zeit sind Sehschwankungen normal. Das Tragen von Brille oder Kontaktlinsen kann nach der Operation noch notwendig sein, doch trotz einem Rest an Fehlsichtigkeit kann die Sehschärfe sehr gut sein.

Der Erfolg der Operation hängt sehr entscheidend von der Ausprägung der Hornhauterkrankung ab. Je früher die Operation vorgenommen wird, desto größer ist die Erfolgsrate, bei Frühformen kann in bis zu 95% der Fälle ein Fortschreiten des Keratokonus verhindert werden.


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